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naka small trees spring 2023 - fl

https://www.farmer-leaf.com/collections/yunnan-pu-erh-tea/products/spring-2023-naka-small-trees

beim aufgießen riecht es erst kurz deftig nach lagerung und wandelt sich dann direkt in vanille und rhabarber, nach diesem dramatischen aufschlag geht es erstmal wieder zurück zur fruchtigen note eines gerösteten pu-erh. im geschmack folgt eine deutliche vanille note die lecker und mild über der leichten röstung schwebt. die blattqualität ist beachtlich und die probe konnte auch gut zerlegt werden. es könnte fast ein w2t sheng sein, der aufguss ist sehr süffig und vollmundig aber durch die feine geschmacksentwicklung setzt sich dieser tee schon ab; es gibt da einen spannenden moment bevor die lange honigmelonen gleiche süße eintritt. der geschmack ist sehr sauber definiert, wie ein gut gespieltes instrument treten die einzelnen teile sauber hervor - vielleicht ist ein orchester doch die passendere metapher - es ist wie eine reihe an solo instrumenten die nacheinander spielen und jeder aufguss ist ein neues stück.

beim versuch den tee etwas ins bittere zu drücken ist es unvermutet sehr lecker geworden, wie eine geschmackskompression: ja es gibt nun etwas bitterkeit aber diese fliegt geradezu von der zunge und hinterlässt eine großartige süße. als ob der geschmack der ersten aufgüsse einfach schnell hintereinander abgespielt würde.

Posted 05 Jun 2024 15:08 by nup Updated: 05 Jun 2024 15:21
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jinggu single tree #1 2023 - fl

https://www.farmer-leaf.com/products/spring-2023-jinggu-single-tree-pack

das gut aussehende lose blattwerk gibt direkt einen geruch von leder und erde ab der sich auch so im geschmack weiterbildet. hier kommt dann noch süße hinzu die sich fein im mund ausbreitet und dabei noch änderungen erfährt. der geruch ist spannend, eine leichte erinnerung an schwarzpulver, dann derbes leder und trockene früchte. bitterkeit ist jetzt schon gut mit der milden süße verbunden dazu kommen ein paar grüne geschmacksnoten - eher chlorophyll als umami. dieser feuerwerks geruch ist wunderlich, weder schwefelig noch verbrannt und auch nicht wirklich im geschmack zu finden aber trotzdem irgendwo vorhanden. oder ist hier doch etwas beim rösten angebrannt bzw reste der vorherigen ladung? da dies mein allererster single tree ist, frage ich mich ob ich das nun schon herausschmecken kann. sollte das definitiv nochmal blind verkosten. denn mit dem vorwissen, glaube ich schon ein schmaleres aber dafür besser definiertes geschmacksprofil zu entdecken. hier geht es eher um einen intellektuellen als um einen gaumengenuß aber das ist definitiv eine sinnesreise wert, tee als summe seiner baum oder buschförmigen einzelteile zu erkunden.

Posted 04 Jun 2024 12:38 by nup Updated: 04 Jun 2024 13:13
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